One way or another....


Sorry für die Verspätung, war eine turbulente Woche...


Letzten Montag war wieder Kursabend.
Wir haben unsere Mieder zurückbekommen. Fertig aufgetrennt, Änderungen eingezeichnet, Abnäher aufgeschnitten und Nahtzugaben zurückgeschnitten.
Mich ärgert das ein bissl, ich hätte das gerne selber gemacht. Ich geh ja nicht nur in den Kurs, um EIN Dirndl (oder in meinem Fall zwei) zu produzieren, sondern um was zu lernen.
So hab ich versucht das ganze mit Fotos zu dokumentieren. Ich will beim nächsten Mal schließlich wissen, was zu tun ist. Auch wenn die Kursleiterin große Zweifel an meinen Fähigkeiten hat und mir anscheinend nix zutraut. 

 


















 Nächster Schritt war dann das Versäubern des Mieders. Also Rosshaareinlage etwas kürzen und dann alles fein säuberlich zusammenzackeln. Leider hat Harry ein bissl gezickt, so wurde das ganze leider nicht so sauber wie ich es gerne gehabt hätte. Vielleicht trenn ich alles noch mal auf und jag es durch die Overlock. Mal sehen wie ich zeitlich hin komme


Anschließend hieß es Reihkaro an Rock stecken und ebenfalls zackeln. Hier wieder das selbe, ich denk, ich machs noch mal auf und jag es durch die Overlock. Das wird einfach schöner.
Und anschließend kommt das Handreihen. Fast den kompletten Rockumfang in Stiftel legen. Für mich bedeutet das doppelte Arbeit, ich hab ja noch einen zweiten Rock der gereiht werden muss. Aber ich wills ja nicht anders…und ich schaff das!

 
 Anschließend wurde uns noch erklärt wie die Schürze an den Kanten zu säumen sei. Ich habs so gemacht und brav mit der Maschine runter genäht aber es gefällt mir nicht. Eventuell trenn ich auch das noch mal auf und näh es mit der Hand fest. Die grüne Schürze werde ich auf alle Fälle mit der Hand nähen. Das ist mir die Seide und der Smock wert.
Die Länge der Schürze berecht Frau Herrmann aus Rocklänge – 2 + 10 + ca. 4 (für den Saum) + 1 (um den Bund anzunähen). Ich weiß nicht, ob mir das nicht zu lang ist. Persönlich gefällt es mir besser, wenn das Schürzl ein wenig kürzer ist. Aber nu ja.

Alles in allem war der Tag für mich also nicht so erfolgreich… mag daran liegen, dass ich schon den ganzen Tag mies gelaunt war.


Hausaufgabe bis Donnerstag in zwei Wochen ist also:

1 Rock Reihen
1 Rock zum Reihen vorbereiten (Reihkaro zusammennähen, versäubern und annähen) und dann Reihen
Die Grüne Schürze seitlich Säumen
Die Ausseer Schürze auftrennen und noch mal säumen
Die Säume der Schürzen umbügeln
Wenn ich Muße habe die Miederteile noch einmal versäubern.

Gar ned mal so wenig, würd ich sagen.


Und der Titel bezieht sich darauf, dass ich halt manches anders machen würde als die Frau Schneidermeisterin… ^^

I’m sexy and I know it!


Ha! Ich habs geschafft. Ich hab die Schürze besiegt. Der Smock ist fertig. So schnell mach ich das nicht mehr, glaub ich. Das ganze ist eine Höllenarbeit, vor allem wenn man es wirklich gleichmäßig und schön haben will.





Und zwei Röcke hab ich auch noch gesäumt seit Donnerstag. Also insgesamt 9 Meter Saum fertig gestellt.




Dann schau ma mal, was heut so dran kommt. Aber ich fühl mich grad unheimlich gut. ;)

Squirrels like Nuts



Aber an die kommen is gar ned so einfach. 
 
Mühsam und zach geht’s mit meinem Dirndlprojekt voran. Das zieht sich irgendwie alles wahnsinnig.

Inzwischen sind beide Schürzen gereiht, einmal 8 und einmal 12 Reihen, die Seidenschürze ist auch schon gezogen und ich hab mit dem Smocken angefangen. Ich hab erst begriffen, was ich mir da aufgehalst habe, als ich die ersten zwei Reihen fertig hatte. Das ist dann doch ziemlich aufwändig. Aber was macht man nicht alles für die Schönheit. ;)

 
















 
Im letzten Kurs haben wir dann alle unsere Mieder anprobiert und Frau Herrmann hat das Fitting vorgenommen. Meine sind leider an der Brust viel zu eng, mir kriecht der Mops oben raus. Sie hat sie nun mitgenommen um die Änderungen daran vorzunehmen. Mich persönlich stört das ein bissl, mir wär lieber, sie würde erklären, was man selber ändern muss, damit das dann richtig sitzt. So bekommen wir ein fertig geändertes und gefittetes Mieder zurück mit dem wir dann weiter arbeiten.
Aber ich hab die Hoffnung, dass ich aus den Änderungen, wenn ich sie mir genau anguck und fotografisch dokumentier genug raus lesen kann um es beim nächsten mal besser zu machen und vielleicht gleich im Schnitt einarbeiten kann.

Des weiteren hab ich meinen Rock zusammengenäht – also die drei Bahnen Wollsatin aneinander gesteppt, wobei vorn mehr Nahtzugabe und der Schlitz zum Anziehen gelassen wurden – und den Saum eingebügelt, den zweiten Umschlag gebügelt und mit der Maschine genäht und werde ihn nun als Hausaufgabe anheften. Dabei muss ich mich zusammenreißen nicht zu kleine Stiche zu machen, mein erstes Stückerl darf ich wieder auftrennen. Ich hab zu fest angezogen und viel zu kleine Stiche gemacht. Das ist das erste mal, dass meine Stiche zu klein sind, sonst sind meine Mikro-Handnähstiche immer sehr gern gesehen.

Am Wochenende werde ich mir dann wahrscheinlich gleich noch den zweiten Rock vorbereiten – diesmal allerdings nur Wadenlang – und zusehen, dass ich mit dem gleich noch möglichst weit komme.
Zusätzlich sollte ich versuchen die Rüsche für das zweite Mieder zu nähen. Also gleichmäßige Streifen schneiden, bebügeln und zusammenheften. Bis Montag ist das ein ordentliches Pensum. Aber Streber der ich bin will ich natürlich möglichst fleißig sein.


Und eine erfreuliche Meldung zum Schluss… ich hab mich durchgesetzt und bekomm jetzt doch meine zweiteiligen Dirndl wie ich es von zuhause gewohnt bin. *freu*
Heißt ich werde meine Röcke gleich alle mit Bund versehen und kann sie dann beliebig mit den anderen Miedern kombinieren. Juhuuuuu!

WGT Panik



Ich hab nix anzuziehen!

Das ist meine erste Reaktion auf den Gedanke, dass das WGTmit grooooßen Schritten näher kommt.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht einiges an Klamotten imSchrank hängen hätte, aber kann ich die noch mal anziehen? Das hatte ich dochalles schon mal an….und zudem, pass ich da noch rein?!?

Da wäre die Mad Queen, mein Streifenmonster. An sichunheimlich schick, aber sau unbequem weil tierisch schwer und furchtbarsperrig. Ein zwei Meter Reif ist einfach unpraktisch.
Oder Horst mit dem dazugehörigen Korsett. Den hab ich jetztschon zweimal mitgehabt und getragen.
Oder der Pink Swan. Oder die Featherprincess. OderWTFkoko.

Aber das will ich alles nicht mehr mitnehmen. Nur was dann?
Ich sollt mich allmählich an die Planung machen, genäht willdas ganze ja schließlich auch werden.

Soll ich was steampunkiges machen? Was bequemes? Wasspektakuläres? Irgendwie fehlt mir die Eingebung. *soifz*

Einzig sicher bin ich mir mit der Punküre. Die kommt mit undwird ausgeführt. Ich mag sie viel zu gern und find sie viel zu toll um sievergammeln zu lassen. Ich hoff nur, dass ich wieder rein pass bis zum WGT.

Auf alle Fälle wär was ganz schwarzes schön. Ich hab soooo vielen schwarzen Stoff rumliegen. Und mal was richtig ur-wedelgruftiges wär einfach toll.


Ich glaub, ich mach jetzt mal intensives Stoffkisten wühlen,ich möchte mich bei den diesjährigen Kleidern gern auf bereits vorhandenesbeschränken. Sonst werden die Kiste nie leerer. ;)


Und derweil näh ich an meinen Dirndln weiter… wobei, so einschwarzes Dirndl wär vielleicht auch was fürs WGT… *grübel*

Und ja, ich hab da in der Zeitlinie was vertauscht. ;)
Der Post unten gehört eigentlich nach diesen Post.... 

The Black Mermaid

Nach Sichtung der Stoffkisten steht fest, ich näh mir ein schwarzes Fishtail Outfit. The Black Mermaid

Jetzt ist nur die Frage, mach ich es schön, opulent und rüschig, also richtig Wedel-Kitschgruftig oder geh ich in die leicht zerfledderte Richtung mit Tüllschichten und Rüschen und viel Gefranse?

Zur Kitschversion fällt mir noch nicht wirklich ein Hut ein, das würde irgendwas Fascinator artiges mit Feder werden. Zur Fledder-Version würde dann wahrscheinlich – so ich an genug bezahlbare Federn komm und es hin bekomme – eine Federn-Iro auf meinen Kopf kommen.

Was meint ihr, Kitsch oder Fledder?

An der schönen blauen Donau

Übers Wochenende waren wir in Wien. Wien ist unheimlich schön, auch wenn wir wieder mal nicht viel davon gesehen haben. ;)

Anlass des Besuchs war der 112. Zuckerbäckerball in der Hofburg. Seit ich ein Kind war wollte ich immer schon auf einen echten Wiener Ball gehen. Jahr für Jahr hab ich mir gebannt die Opernballübertragung angesehen und davon geträumt, auch mal mitzutanzen.
Diesen Traum hab ich mir jetzt erfüllt. Zwar nicht mit dem Opernball – der ist a) zu teuer und b) total überfüllt – aber eben mit dem Zuckerbäckerball.

Es war ein unglaubliches Erlebnis. Die Hofburg ist eine grandiose Kulisse und die Wiener Balltraditionen sind eine Klasse für sich. Die Atmosphäre ist einzigartig. Hach… ich könnt einfach immer weiterschwärmen.
Es gab so viel zu entdecken, die prämierten Torten für den Award, die ganzen Räumlichkeiten, die Schaubäckerei – in der man Brioche-Kipferl und Pralinen kosten konnte. Ich konnte ein Schokoeclair und eine mit Schokoladencreme gefüllte Praline ergattern und zu später Stunde die Bäcker überreden mir eine Brioche-Katze zu backen. In der Tombola konnte man Torten und anderes gewinnen – jedes Los gewann – und wir gingen mit drei Kuchen und einem Kochbuch nach Hause. Um halb drei beim großen Tortenregen hab ich mich auch genug gestreckt und noch einen Ballon ergattert. Das war dann schon fast Krieg auf der Tanzfläche.
Insgesamt war der Abend unheimlich kurzweilig und ging viel zu schnell vorbei. Ich hoffe, dies war nicht mein letzter Wiener Ball.





















Die Debütanten kommen in den Saal






Kronleuchter im Festsaal

Massenauflauf beim Tanzen










Der Raum mit unseren Sitzplätzen
Meine Brioche-Katze
Die Pralinenfee beim machen der Eclairs





































 
Für den Ball hatte ich mir ein Kleid genäht. Rote Ikeaseide gepaart mit einem Butterick Retro Schnitt und einem *etwas* voluminösen Fluff unten drunter gab dann dieses Ergebnis.
Mit an die 50er angelehnten Frisur und Make Up fühlte ich mich doch ganz hübsch und dem Anlass entsprechend.



















 















 

Kunst im Museumsquartier

Müde Gestalten auf dem Heimweg
Wien bei Nacht


Wien bei Nacht





























Die weiteren Tage verbrachten wir mit unseren lieben Gastgebern, den Petronis, ganz gemütlich. Ich kann den beiden nicht genug danken, es war einfach toll bei Ihnen. Freitag war ausschlafen und rumgammeln angesagt mit einer abendlichen Aufführung des petronischen Heimkinos. Dabei hab ich wieder gemerkt, dass ich dringend an meinem Englisch arbeiten muss. Filme im Originalton sind sehr anstrengend…..

Samstag folgte der obligatorische Ausflug nach Kritzendorf zum Müller. Ich wollt ja eigentlich NUR Blusenstoff und Vlieseline kaufen. EIGENTLICH… Letztendlich bin ich mit ein paar Sachen mehr rausgestiefelt. z.B. einem Ballen Duchessesatin in schwarz. Aber bei einem Meterpreis von 3 €, der sich dann noch auf 2,30 verringert hat, weil ich den ganzen Ballen genommen hab… Wer könnte da schon widerstehen? Des weiteren wanderten noch einige Rollen Knöpfe – kann man ja immer brauchen, grün schwarzer Streifentaft, Blusenstoff, Dirndlstoff, ein paar Meter Wolle für einen Belted Plaid und noch diverse andere Stöffchen in meinen Einkaufswagen. Trotzdem hat sich der Ausflug gelohnt, ich hab jetzt wenigstens ein paar Pläne fürs WGT, inklusive der dazugehörigen Stoffe. ;)

Abends gings dann noch in den Viper Room, damit wir auch mal die Wiener Szene ein bissl kennen lernen. War gar nicht mal schlecht, der Abend hat mir viel Spaß gemacht.

Sonntags gings dann leider wieder gegen Heimat, irgendwie wär ich gern noch in Wien geblieben. Alwa, Mike und Frau Momo sind einfach super. Andererseits… die Sehnsucht nach meinem Ratpac war dann doch schon sehr groß. Wahnsinn wie man die Fellnasen vermissen kann.

Zuschneiden ist ja fast Mathe



Jedenfalls fühlte es sich ein bissl so an, wie wir da alle mit dem Geodreieck rumgefuhrwerkt haben.

Aber von Anfang an. Der Kurs wird von einem Profi geleitet und so gehen wir auch an das Dirndl dran. Nix mit irgendwie aufmalen, Nahtzugaben pi mal Daumen und dann zuschneiden, nein…


Stoff sauber glattziehen, fadengerade ausrichten, Anfangslinien ausmessen und anzeichnen, Schnittmuster aufstecken, anzeichnen, Nahtzugaben anmessen und aufzeichnen. Alles genau und möglichst präzise.
Dann die zugeschnittenen Futterteile auf die nächste Schnittlage pinnen, zuschneiden und das bitte bei Bügeleinlage, Rosshaar und Oberstoff. Wobei der Oberstoff Mustergenau ausgerichtet wird und auch sauber hingezogen.



Als nächstes Oberstoff mit Einlage verbügeln, alle Teile aufeinander legen und stecken. Wieder möglichst präzise und sauber.
Anschließend wird geheftet. Alle Teile zusammen mit kontrastierendem Nähgarn, möglichst flach am Tisch und in nicht zu großen Abständen. Bei vier Lagen gar nicht so einfach….

Das war der Erste Teil. Hausaufgabe war, alles zusammenzuheften. Ich hab alsFleißaufgabe zuhause noch ein zweites zugeschnitten…. ;)