Faule Hausfrauen Kuchen…


….so nenn ich ihn jedenfalls, weil er wirklich schnell geht und einfach lecker ist.

Zutaten:

300 g Mehl
150 Zucker
100 Butter
1 Ei
Vanillezucker

1 Glas Kirschen
1 Packerl Vanillpudding
1 EL Stärke
5 EL Zucker
Zimt, Nelke

Optional:
1 Packerl nackerder Frischkäse
1 Becher Sahne
2 Pack Vanillezucker
Zimt

Aus Mehl, Zucker, Butter, Vanillezucker und dem Ei einen Mürbteig kneten und daraus in einer Springform Boden und Rand formen.
Entweder man vermurkst hier den kompletten Teig und macht dann eine Frischkäsehaube auf den Kuchen oder man behält ein Drittel über und macht einen Pie. Da hat man die Wahl.

Die Kirschen abgießen und gut abtropfen lassen, den Saft dabei auffangen. Die abgetropften Kirschen auf dem Kuchenboden verteilen.
Aus dem übrigen Saft (ca. 400 ml) mit dem Puddingpulver einen Pudding kochen. Beim anrühren noch Zimt nach belieben und die Stärke zugeben, die bindet das ganze noch ein wenig ab.
Die Puddingmasse über die Kirschen geben und gucken, dass auch alle gut umhüllt sind.
Jetzt hat man wieder die Wahl, entweder man packt aus dem Rest Teig einen Piedeckel drauf oder man schiebt den Kuchen so ins Rohr.

Gebacken wird er bei ca. 1 Stunde bei 160 ° Ober-/Unterhitze.

Optional kann man dem Kuchen dann nach dem Abkühlen noch eine Cremehaube verpassen.
Sahne mit Vanillezucker und Zimt aufschlagen und darunter den Frischkäse rühren, auf den Kuchen streichen und genießen.

Das Rezept funktioniert auch mit Äpfeln, dazu 6 – 8 Äpfel würfeln, den Rand höher ziehen und einen Pudding aus zwei Packungen Vanillezucker und ca. 700 ml Apfelsaft und einem EL Stärke kochen.
Ich bin mir auch sicher, dass dieses Rezept mit anderen, nicht zu matschigen Obstsorten wunderbar funktioniert. Blaubeeren z.B. Oder frische Himbeeren.

Und wie immer gilt, experimentieren ist immer gut. Man könnte die Puddingmasse mit den verschiedensten Gewürzen versehen oder in die Frischkäsecreme verschiedenste Gewürze einrühren. Da ist halt Fantasie und Fingerspitzengefühl gefragt. ^^

Zeitreise Eichenzell

...oder einmal 18. Jahrhundert hin und zurück!

Frontansicht Eichenzell











Der Kutschhof















Donnerstag Nachmittag brachen wir - mein Wiki, Dani und ich - gestapelt in ein Auto zu einer laaaaangen Fahrt quer durch Bayern hinein nach Hessen auf. Sechs Stunden später (normal wären 4,5) waren wir dann da.
Also bitte einaml im finstern Zelt aufbauen, Strohsäcke füllen und ganz schnell die Schlafplätze herrichten, zu mehr waren wir nicht mehr wirklich fähig. Wir haben noch einen kurzen Absacker bei den Hessen getrunken - Äpplewoi is einfach köstlich - um dann unter die Wolldecken zu kriechen.

Freitag war für uns dann der erste Tag "in time". Dani war relativ früh auf und hat als erstes Kaffee für die koffeinsüchtigen gekocht und mich damit vom Strohsack gelockt. Überraschenderweise war diese Nächtigungsart sogar ziemlich bequem und ich hab geschlafen wie ein Stein. Nachdem ich eingeschnürt und angezogen war und etwas gefrühstückt hatte, haben wir uns erst mal auf Erkundungstour begeben. Es gab wieder sooooo viel zu sehen, zu entdecken und so viele Freunde und Bekannte zu treffen. Das Wochenende war eh wieder viel zu kurz.

Kritische Blicke von den Zivilisten

Nach der ersten Runde war ich schon ein paar Euro ärmer und einige schöne Dinge reicher. Meine Beute werd ich jedoch seperat vorstellen. Ich hab ein paar echt schicke Sachen erjagt. ;)

Den Rest des Freitags haben wir mit reden, einkaufen (in Klamotte immer wieder ein Erlebnis!), reden und kochen verbracht. Abends dann einen Abstecher ins Zivillager gemacht um ein bissl mehr zu quatschen und Adels zu besuchen.
Auf dem Weg dorthin hab ich dann auch Bekanntschaft mit den diebischen Eigenschaften von Soldaten gemacht... wollte mir der doch glatt meine Flasche Port klauen. Ich konnte das jedoch gerade noch verhindern. Die Jungs vom "German Regiment of Maryland and Pennsylvania" sind echt toll und nett. Mit denen hatten wir Nachmittags über Sanne schon ein bissl Kontakt hergestellt.
So hatten wir den Freitag auch schon rum bekommen und wurden Samstags dann von den Weckkommandos der verschiedenen Einheiten im Militärlager geweckt. Auch eine Interessante Erfahrung.
Laubhütte des German Regiments








Soldatenlager






Sonnenuntergang bei den Soldaten
Der Seitenflügel im Sonnenuntergang
Ausblick aufs Zivillager












Netterweise war auch am Samstag Morgen der Kaffee schon fertig und ich brauchte mich nur noch anziehen und mich nach draussen sitzen. ;)
An dem Tag hatte ich eine wunderbare Beschäftigung. Erst wieder flanieren, rumratschen und die Schlacht angucken und danach Brot backen. 
Experimenteller Weise hatten die Jungs vom German Regiment aus Lehm einen Feldbackofen aufgebaut und buken das ganze Wochenende darin ihr Brot. Netterweise durfte ich darin für uns auch zwei kleine Laibe Weizenvollkornbrot backen und diese dann zum Abendessen servieren. Spaßeshalber haben wir dann noch versucht, kleine Kuchen mit Pflaumen und Äpfeln aus dem Schlossgarten zu backen. Leider war es da schon etwas kühl und der Hefeteig wollte nicht wirklich gehen. Der Backofen war trotz nochmaligem nachheizen nicht mehr warm genug und so hat es leider nicht ganz so funktioniert wie wir dachten. Aber geschmeckt hat er dann trotzdem. Wer kann sich schon Kuchen auf Lager backen?

Die Zwetschgentörtchen im Ofen
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Zum Abendessen gab es dann abgewandelte Baked Beans. Nachdem ich die Beans nur kochen und nicht backen konnte, hab ich sie den ganzen Nachmittag mit Zwiebeln, Wammerl, Geräuchertem und Ahornsirup geschmort. Raus kam ein wunderbar cremiger, herrlich süßlich-salzig schmeckender Eintopf. Himmel war der gut.... dazu das selbstgebackene Brot.... herrlich! Wir haben zu dritt eine Riesen Portion und den kleineren der Brotleibe komplett vernichtet.

Bohneneintopf
Selbsgebackenes Brot






















Später gingen wir kurz zum Tanz in der Scheune, dort wurden gemeinsam historische Tänze nachgetanzt. Ein Heidenspaß, leider drücken meine Schuhe ein bissl und ich konnte an dem Abend nicht mehr wirklich laufen. Somit war mir der Spaß etwas vergällt... so haben wir uns nur ein bissl gemütlich zusammengesetzt und ein bissl geratscht und getrunken.

Damit war dann auch schon wieder Sonntag... für uns leider schon wieder Abreisetag... viel zu schnell war die Zeit vergangen. Ich hab den Sonntag wieder mit rumratschen verbracht... das macht einfach am allermeisten Spaß! ;)

Um halb sieben Abends waren wir dann wieder auf dem Weg nach Hause. Leider hatten wir um München rum wieder Stau, so dass wir wieder ewig brauchten und erst nach 12 zu Hause waren.










 

Die Hessen in der Schlacht
Indianische Kundschafter













Die Damen vom Zivillager
Futterstilleben















Jetzt sitz ich hier, trauer der Zeit in Eichenzell nach und freu mich schon auf nächstes Wochenende, da heißt auf aufs Cave Gladium. Also jetzt alles andere waschen, aufräumen und neu packen. ;)

Beute von der Dult

Nachdem ich lang nix von mir hören hab lassen - bloggen mit dem iPad is so anstrengend - meld ich mal wieder.

Am Freitag nach dem Brunnenfest auf dem Viktualienmarkt sind wir noch über die Auer Dult gebummelt. War ein nicht geplanter Ausflug und ich hätt mich mal wieder tot kaufen können. An den Ständen in den Antik- und Trödelgassen gibt es immer soooo viel zu gucken und zu entdecken.

Ich bin auf dem Weg durch die Gassen x-mal auf meine Kropfkette angesprochen worden, die ich an dem Tag zur Feier des Tages mal wieder ausgeführt hab. Sie ist aber auch ein sehr tolles Stück, dass schon meine Urgroßmutter getragen hat und auf das ich unheimlich stolz bin. 


Als erstes hat mich an einem Stand ein Grandlring angesprungen. Kein klassischer Goldring, so einer ist in der Familie schon vorhanden, sondern ein etwas gröberer Silberring mit nur einem größeren Grandl. Altersmäßig schätz ich ihn nicht sooo alt, irgendwas von 20ern vielleicht. Bei Trachtenschmuck ist das ja immer etwas schwierig zu sagen.



Der nächste Fund war eine Kette, laut Aussage der Standlerin Original 50er. Sie ist auf alle Fälle handgeknüpft und besteht aus geschliffenem Jet- oder Glasperlen. Genau kann ich es nicht sagen. An sich ist mir das auch egal, ich fand sie hübsch und hab sie mitgenommen. Das wird das erste Accessoire für mein Outfit für den Zuckerbäckerball. Mit dem Kauf der Kette war für mich klar dass ich mir ein 50er Ballkleid nähen werde.








Die Kette liegt auf einem Tüllschleier den ich neben einer Taille der 1910er und einem Straussenfedernfächer gefunden habe. Leider konnt ich mir weder die Taillie noch den Fächer leisten. Furchtbar schade, grad die Taillie hätt mich unheimlich gereizt.






Als letztes habe ich noch einige alte Fotografien mit nach Hause genommen. An dem Stand hatten wir einen unheimlichen Spaß, wir haben den ganzen Stapel Fotografien durchgewühlt und uns alle drei immer für die selben Bilder begeistert. War gar nicht so einfach, die dann auf uns aufzuteilen. ;)
























Insgesamt für mich wieder ein sehr schöner, sehr lohnenswerter Ausflug. Ich liebe es einfach über die Dult zu flanieren und diemal war es um so entspannter, da unter der Woche einfach nicht so viel los ist.