When the wytches brew


Gestern war es wieder mal soweit. Ich und meine Beste haben uns getroffen um mal wieder die Küche einzusauen. Diesmal war das Mittel unserer Wahl Hollersirup.
Wir waren zwar etwas spät dran, aber im Wald hab ich noch ausreichend Hollerbliah (Hollerblüten) gefunden.

An sich ja keine große Aktion, ein paar Hollerblüten zu pflücken. Ja Pustekuchen… a) waren die Büsche unten rum schon von anderen fleißig abgeerntet und daher die Blüten nur noch relativ weit oben und b) ist es eine äußerst dämliche Idee mit Ballerinas und kurzen Hosen in den Wald zu gehen. Meine Füße haben sich unheimlich über die ganzen Brombeerranken und Brennesseln gefreut.
Nächstes Mal geh ich nicht gleich nach der Arbeit in Wald, sondern ich zieh mich vorher um.

Zuhause haben wir dann die Blüten von Käfern und ähnlichem befreit, die Stiele grob abgezupft und Wasser mit Zucker aufgekocht. 1 Liter Wasser auf ein Kilo Zucker.
Als es etwas abgekühlt hat kamen dazu noch ein paar Orangen- und Zitronenscheiben und als es nur noch lauwarm war, haben wir die Hollerblüten hinzugefügt. 

Jetzt steht das gemütlich auf meinem Herd rum und zieht durch.


Bookworm

....jaaaa... ich bin manchmal so ein Bookworm.
Heut ist das nächste Buch gekommen.




Ich hab grad scho a weng neigschnurkt und bin restlos begeistert! So richtig und überhaupt...

Als erstes gibts eine schöne Einleitung über Rüschen, Falbeln, Verzierungen und ein bissl was über die Tracht. Dann werden auf 30 Seiten verschiedene Oberteile (Spenzer, Röckl, Kasettl etc.) kurz vorgestellt und beschrieben. Alles alte Originale, bis auf ein paar Ausnahmen alle älter als 1900. Und sogar ein "Berchtesgadener Röcki " ist drin! Das freut mich als ehemalige Berchtsgodnerin natürlich um so mehr.

  
Die folgenden 145 Seiten drehen sich dann rein um die verschiedenen Rüschen und Verzierungen und wie sie gmacht werden. Manchmal ein wenig vertrackt erklärt, aber mit ein bissl überlegen kommt man schon drauf, wie es gemacht wird.
Ganz hinten ist noch ein Inhaltsverzeichnis, damit man bestimmte Rüscherl dann auch gleich findet, falls man sie nachbauen möchte.


Ich bin sehr beeindruckt von dem Buch und es wird mir auch viel nutzen, wenn ich keine Trachten nähe. Ich denke, viele der Verzierungen machen sich auch auf Tornüren sehr gut. Manche Techniken lassen sich auch sicher bei dem ein oder anderen historischen Projekt einbringen.
Und für mein "Irgendwann-Vorhaben" einer historischen Tracht ist dieses Buch noch mehr von Nutzen!

Also Trachtenbegeisterte und Nürchenfans, tut euch was gutes und lasst euch in die Kunst der handgenähten Verzierungen einführen. Ich find den Preis von 34 € für dieses Buch/Ringheft nicht zu hoch gegriffen und würde das Geld jederzeit dafür wieder ausgeben.

Und wenn sich wer wundert.... ich bekomm die Bilder grad nicht gedreht... liegt irgendwie daran dass sich Telefon und PC grad nicht wirklich verstehen. *soifz*





Hymne auf das Landleben

Es gibt unheimlich viele Gründe, warum ich das Landleben liebe....

Dies ist einer davon:



Frische Erdbeeren aus dem Garten. Winzigkleine, süße Erdbeeren mit einem unvergleichlichen Aroma. Sowas bekommen Supermarkterdbeeren nie, nie, nie hin.
Dieses Aroma verbreitet sich schon beim pflücken und dann riecht es schon so unheimlich süße und lecker nach Erdbeeren.

Das ist für mich persönlicher Luxus... das ist zwar immer nur eine Handvoll, aber halt soviel, dass es ein richtig lecker Erdbeermüsli ergibt. ^^

Shooooopping!

Jaaaa.... ich bin ein Bücherjunkie! Ich gebs ja zu. Für Bücher könnt ich immer Geld ausgeben.

Ich hab heut einen Teil meiner letzten Amazonbestellung bekommen. Juhuuu!
Einmal "Victorian Fashions & Costumes from Harpers's Bazar 1867 - 1898" und "Love Tattoo" von Imelda May, die CD ist so nebenbei mit dring gelandet.




Das Buch ist sooooo toll! Seitenweise Abbildungen von Modestichen. So wunderschöne Kleider! *sabber*
Der ideale Ideenlieferant.
Das Ganze ist in Vier Kapitel unterteilt, Bustles and Puffs (1867 - 1874), Natural Foram and Cuirass Body (1875 - 1882), Return of the Bustle (1883 - 1890) und Hourglass Figure (1891 - 1898). Das macht das ganze übersichtlich und lässt einen die gewünschte Zeit schneller finden.
Jedes Kleid oder Accessoire ist am Seitenende noch mal beschrieben, und es steht das Datum der Harper's Bazar Zeitschrift dabei, in der es erschienen ist. Somit ist auch die korrekte zeitliche Einordnung gewährleistet.
Ich finde, die 15 € haben sich für 292 Seiten Augenfutter gelohnt.

Der zweite Teil ist eine CD meiner momentanen Lieblingssängerin. Ich bin durch Zufall über einen Facebooklink auf die Dame gestoßen und bin restlos begeistert. Dieser Rockabillysound gepaart mit der Bluesigen Stimme... *hach*
Daher hier ein Titel zum reinhören und selbst entscheiden. Musik kann man meiner Meinung nach schwer beschreiben und man muss sich einfach selbst ein Urteil bilden. 


Und wers sich das Video nicht angucken kann, dem hilft es, sich Proxtube runter zu laden. ^^

Mad Hatter Millinery

*gnihihihi*
Ich weiß nicht warum, aber mit Federn und so Kram rumbasteln und rumfuhrwerken macht mir immer eine diebische Freude... ich könnt die ganze Zeit irr vor mich hin kichern. ^^

Morgen ist Göttertanz in Zapfendorf. Durch Zufall hab ich die Gelegenheit hin zu gehen. Und das muss genutzt werden. Klamotte steht schon länger fest, ich werd das lila Ensemble vom WGT-Montag letztes Jahr recyceln. Allerdings brauch ich irgendwas auf dem Kopp. Zumindest was schmückendes.
Da is mir Alwas Zirkuspferdbüschel eingefallen... sowas möcht ich auch. Nur a bissl anders. Und ned so hoch... und und und... *GGG*

Also munter in der Mottenkiste Hutbauschublade gekramt und einen Schwung Federn zu Tage gefördert. Und weil ich immer schon mal wissen wollt, obs funktioniert, bin ich den Federn dann mit meinem Glätteisen zu Leibe gerückt. Tatsache, das haut hin. Ich denk zwar, mit einem Lockenstab wärs noch einfacher die Federn zu kringeln, aber sowas besitz ich nicht. Hab ich halt so ein bissl rumexperimentiert.

Das ganze dann noch mit Hilfe von etwas Hutdraht zusammengespaxt aneinandergebunden und fertig ist der Hournbüschel.

Huornsbüschel ohne Blitz von vorn
Huorns mit Blitz
Wahrscheinlich werd ich noch irgendwas Satiniges an der Basis anbringen. Obwohl das wahrscheinlich in einem Wust aufgeplusterter Locken untergehen wird.

Von Hinten ohne Blitz
Und ja, ich hab mit Absicht die greislichsten Federn rausgesucht, ich wusst ja nicht, obs hinhaut. Und mir gfallt dieses leicht zerrupfte Aussehen. ^^

 
Und ich darf jetzt definitiv meine Werkhöhle saugen... überall sind Federflusen!

Tornürenvirus

Jetzt hat er mich auch wieder erwischt, der phöse Tornürenvirus!
Ich grübel ja schon länger darüber nach, mal eine richtig üppige, späte Nüre so zwischen 1885 - 1887 zu machen. Da hatten die Nüren enorme Steißauslagen und das würd zu meiner Größe passen.
Und wir wollen ja hier noch mal ganz spezielle "Wide load" Projekte in Angriff nehmen. *zu Genovefa schiel*

Durch eine glückliche Fügung bin ich jetzt noch an zusätzliche 18 m Ikeaseide in blau-lila gekommen, insgesamt hab ich dann jetzt so ca. 26 m davon. Das dürfte an sich schon ein nettes Ensemble geben.
Ursprünglich wollte ich ein Baukastensystem basteln, allerdings hab ich die Idee inzwischen verworfen. Ich denk, ich werd dann doch eher einzelne Kleider nähen.

Die Grundlage wird ein ordentlicher Hummer bilden. Als Basisschnittmuster wird mir der LM 112 dienen. Gedacht ist, den mittleren Hummer zu bauen, allerdings etwas modifiziert. Durch Albert, meinen kleinen Hummer für die Punküre weiß ich hoffentlich, worauf ich achten muss.

Für die Tagestaillie wird die French Vest Bodice von TV als Basis herhalten, Taillien mit falschem Westeneinsatz waren um die Zeit unheimlich en vogue. Und ich kann das ganze dann eventuell auch aufs WGT mit Kalk anziehen. ;)
Dekomaterial wie antike Glasknöpfe und dergleichen hab ich ja genug. Vielleicht hab ich noch genug Spitze umd ein Dekojabot daran zu nähen. Mal sehen.

Für den Rock bin ich bei Alexa auf ein total geniales Modekupfer gestoßen. Die Drapierung trau ich mir, mit einiger Bastelei zu. Allerdings wird dass dann EIN Rock. Also nicht das übliche TV Modularsystem.

Für das Ballkleid habe ich dann folgende Inspiration gefunden....


Ich finde dieses Kleid, bis auf die Rüschen auf Brust und Hals, unheimlich schön. Schon allein wegen seiner Schlichtheit. Und diesen Rock mit obiger Taillie kombiniert und ich hätt ein äusserst prunkvolles Gruftklamott zum rumstauben. Die Schleppe könnte man, zugunsten eines größeren Bürzel, auch noch ein bissl bauschen am Hinterteil, ähnlich der Butterfly Train von TV.


Und die größte aller Fragen... soll ich als Kontrast graue oder schwarze Seide nehmen? Für Schwarz hab ich Deko in Massen da, für grau sieht es mau aus. Allerdings könnt ich mir stahlgrau so richtig nett vorstellen...

Sommer in der Stadt...

.... äh, Stop! Falsch... Sommer auf dem Land und am See!

Ich sitz gerade um halb neun Abends auf meinem Balkon, die Luft ist lau und warm (fast zu warm) und ich weiß wieder, warum ich das Landleben so liebe.
Die Luft richt nach frischem Heu, die Vögel zwitschern, ich hab ein Glas Aperol Spritz in der Hand und fühl mich sauwohl. Eben sind wir vom schwimmen zurückgekommen, die drei Stunden am See nach der Arbeit waren erholsam wie ein Kurzurlaub in Italien.
Es ist einfach wunderschön, wenn man den Urlaub vor der Haustür hat und ihn jeden Tag genießen kann.
Ich hab mit dem Rad drei Minuten zum See, einen traumhaften Balkon im Grünen und einen herrlichen Ausblick in die Berge.

Im Moment bin ich so richtig zufrieden und glücklich.

Nachtrag.... die Musik zum Thema....


Verträgt sich Punk mit Tornüren?

Ja, tut er... bei dieser gewagten Kreuzung kommt die Punküre raus.
Mein Beitrag zum diesjährigen Victorianischen Picknick auf dem WGT.



Entstanden ist die Idee letztes Jahr beim heimfahren. Wir haben so rumgeblödelt und Rosa und ich kamen dann auf die Idee doch mal Punk mit historischen Klamotten zu kreuzen. Grad extra um mal wieder auf die Ursprünge der Szene hinzuweisen. Und einfach um sich mal nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.

Viele bekritteln ja, dass das WGT zum reinen Schaulaufen und Posen verkommt. Sicher tut es das, aber jeder hat eine eigene Intention dies zu tun. Ich geh auch gern mal meine Nase in die Kameras halten wenn ich entsprechend aufgelegt bin und die entsprechende Klamott anhab. Wenn ich in ein Kleid viel Zeit, Geld und Kreativität gesteckt habe, dann möcht ich dafür auch Anerkennung. Mir macht die Bastelei und die Näherei unheimlich viel Spaß und ich trag auch gern große Roben spazieren, das kommt dazu.
Aber ich kann mich trotz eines Seidenrockes ins Gras pflanzen, ein Bierchen trinken und Spaß haben. Auch wenn ich aufgedonnert bin bis zum geht nicht mehr.
Und genauso kann ich über mich lachen und in normaler Klamott rumrennen oder in einer etwas verulkten Version einer Robe. Daher ist die Punküre entstanden.

Erster Schritt zur Punküre war einen neuen Hummer zu nähen. Ich besitz ja bisher nur den großen Unterbau von TV, der ist für ein knielang geplantes Kleidchen nicht tragbar. Also das LM Schnittmuster rausgekramt und den kleinsten Hintern etwas modifiziert gebaut. Modifiziert heißt in dem Fall, ich hab die größtmögliche Größe auf meine angepasst. Ich wollt ja eine gscheide Auslage... ;)
Raus kam Albert, leider hab ich von Albert kein schönes Foto. Albert ist etwas fotoscheu. Vielleicht traut sich Albert vor die Kamera wenn er einen großen Bruder bekommen hat. ;)


Nächster Schritt war einen Rock zu konstruieren. Ich wollt einen glatten Sattel und unten rum den Anschein eines Faltenrockes. Also hab ich mal munter drauf los gebastelt. Mit drapieren, rumstecken und rumschnibbeln hab ich das sogar ganz gut gelöst bekommen, find ich.
Verziert wurde der Rock, der absichtlich ungesäumt blieb, mit ein paar Pyramidennieten. Allerdings nur da, wo er später unter der Schürze herausblitzen würde.

Danach hab ich mich daran gemacht, die Taillie zu nähen. Die ist auch wieder eine Mischung aus verschiedenen Schnitten. Grundschnitt ist TV 416, allerdings hab ich den unteren Rücken der French Vest Bodice dangebastelt.
Verarbeitet ist sie modern, heißt ich hab zwar den Oberstoff gedoppelt mit festem Baumwollstoff, aber anschließend mit Ditte verstürzt gefüttert. Geschlossen wird sie mit Haken und Ösenband, das ist so herrlich bequem.
Rundrum hab ich noch eine unversäuberte Chiffonrüsche angebracht. Schön fransg, damits nicht zu ordentlich aussieht.
Damit das dann auch ein bissl Punkig aussieht, hab ich mit Hilfe des Zweitmanns alle möglichen Dinge drauf und drann genäht und einen großen Rückenpatch angebracht. Der Patch ist für mich das wichtigste an der ganzen Klamott, der unterstreicht die geplante Aussage noch.





















Als letztes hab ich mich an die Schürze gemacht. Ich wollte von vorne den Eindruck eines Kilts erwecken und hinten eine üppige Drapierung haben. Und das ganze etwas asymetrisch gestalten.
Also hab ich mal mit Karopapier und Stoffrestmodellen rumgespielt. Als ich mir sicher war, dass es funktionieren würde, hab ich mich daran gemacht, den Stoff zu zerschneiden und ungefähr drei Meter Umfang ich die Schürze zu falten. An der Puppe hab ich dann noch die Rückendrapierung so lang gesteckt, bis sie mir gefiel. Die Drapierung hab ich dann, statt sie mit Bändern oder Nähten zu befestigen, mit Ösen befestigt. Statt zu säumen hab ich nur einen engen Zickzackstick um die Teile gejagt um das ganze dann noch künstlich etwas auszufransen.
Auf die Front haben wir dann noch ein paar Buttons, Nieten und diversem Kram aufgebracht.

 












Warum sollte man Drapierungen auch festnähen? 
 

















Ich bin mit dem Endergebnis sehr zufrieden, habe mir aber überlegt, es noch etwas zu altern oder noch ein bissl zu fetzen. Ich weiß es noch nicht...

Mau?
Fürs Picknick hab ich mir dann noch Cornrows an den Seiten flechten lassen, die restlichen Haare noch ein bissl nach oben toupiert und mein Makeup ein bissl an Souxsie Soux orientiert.
Komplettiert hab ich das ganze dann mit Lackdocks, Ringelstrümpfen und einer zerissenen Strumpfi als Shirtersatz.

Vielen Dank Mike von Inspire Mind 













Ich hab mich in dem Outfit furchtbar wohl gefühlt und auf dem Picknick einen Heidenspaß gehabt. Zumal Rosa auch noch ein verfremdetes Punkoutfit anhatte und sich auch Dani mitreissen ließ, sich anzuschließen.


Berlin! Berlin! Wir waren in Berlin!

...zugegeben, nur einen Tag, aber ich war endlich mal in der Landeshauptstadt.
Anlass unseres Kurztrips war die Fashioning Fashion Ausstellung im Deutschen Historischen Museum.

 
 
Ich hatte mir ja schon damals, als die Ausstellung im LACMA gezeigt wurde, den Katalog gekauft. Und ihn dann spontan den "Porno für Kostümer" getauft. In der Ausstellung werden ganz unglaublich geniale Klamotten gezeigt. Aber so richtig....
Ich hab mich dann unheimlich geärgert, dass ich mir die Ausstellung nicht ansehen konnte, weil sie eben über dem großen Teich statt fand. Schon weil ich im Katalog "mein" Kleid entdeckte... eine lila-weiß gestreifte Anglaise. Welch ein Traum... leider nur von hinten zu sehen. Mist aber auch...
Ich hab zwar dann im Netz ein, zwei Fotos des Kleides entdeckt, aber die waren nicht wirklich der Bringer.

So war klar, dass ich die Ausstellung unbedingt ansehen musste, nachdem beschlossen wurde, sie in Deutschland zu zeigen. Um jeden Preis.
Dass sich das noch ganz gut mit unserem Aufenthalt in Neustadt Glewe verbinden lies, war dann schon sehr nett.

Die Ausstellung hat mich dann auch restlos begeistert. Leider durfte man offiziell nicht fotografieren, was ich aber schon im Vorfeld abgeklärt hatte, so konnte ich mein Skizzenbuch mitschleppen.
Ich hab dann auch ganz fleißig von den mir am wichtigsten Klamotten Skizzen angefertigt, alles genauestens studiert und ungefähr eine geschätzte halbe Stunde nur rund um die Anglaise verbracht. Und ganz nebenbei hab ich dann mit dem Handy noch ein paar - zwar nicht sehr gute, aber vorhandene - Aufnahmen meiner Lieblingsstücke gemacht.




Es hat sich dann auch herausgestellt, dass es sehr gut war, das Kleid persönlich in Augenschein zu nehmen. Es ist nicht, wie ich vermutete, eine zweiteilige Anglaise en forreau, nein, es ist ähnlich eines Round Gown in einem Stück gearbeitet. Auch hat der Saum einen wirklich interessanten Bogen an der Front.
In einem der Videos des DHMs ist dass Kleid auch kurz zu sehen, was wiederum Aufschlüsse über den Verschluss gibt. Schon sehr spannend das ganze.

Aktuell steh ich dann auch noch mit dem LACMA direkt in Kontakt, ich will versuchen noch ein paar gute Fotos des Kleides zu ergattern. Leider sind ausgerechnet von diesem Kleid keine Fotos auf der Homepage. *gnarf*

Nach einem kleinen Mittagessen im Museumscafe - wieder mal nicht billig, aber sehr, sehr lecker - haben wir uns dann die Dauerausstellung angesehen. War auch sehr interessant, es waren einige wunderbare Gemälde und etliche Originalklamotten ausgestellt. Hier war dann auch wieder fotografieren erlaubt und ich hab hemmungslos alles geknipst was interessant war. ;)







































































Nachdem wir uns bis kurz vor der Schließung - geschlagene acht Stunden - im Museum rumgetrieben haben, sind wir noch den Kilometer zum Brandenburger Tor gewandert und haben dort ein bissl traditionelles Touriprogramm abgezogen. Gehört auch dazu!
 














Zum Abschluss gabs dann noch eine Currywurst, das musste sein. 


Am nächsten Tag gings dann nach dem Frühstück wieder auf die Autobahn Richtung Heimat. Noch mal acht Stunden fahren. *soifz*
 Ging aber alles gut und ich war froh, dass mein Männchen gefahren ist. Ich hab die meiste Zeit geschlafen. Damit war der Urlaub dann auch schon fast rum, nur noch drei Tage zum ausruhen... die hab ich jetzt auch dringend gebraucht.

Überlegungen zum Sommernachtsball


Ganz Mädchen kreisen meine Gedanken immer wieder um das Outfit für den Sommerball. 
Klamottage steht ja fest, die Streifenanglaise mit rotem Rock die grad im entstehen ist. Aaaaaber….

…..wenn ich schon auf den Sommernachtsball in Wien geh und mir dafür ein Seidenkleid näh und alles so richtig schick ist, dann brauch ich auch eine Frisur und so dazu.
(Ich hab irgendwie die ganze Zeit so ein diffuses Bild von irgendwas wuscheligem mit Federn im Kopf. ^^)

Theoretisch ordne ich mich mit meiner Anglaise so um 1770 ein. Da wird’s von den Frisuren her schon spektakulärer. Aber noch nicht so spektakulär, dass ich eine Perücke bräucht.
Wobei ich mir hier die Frage stelle, ob Anglaisen je auf Bällen getragen wurden. Oder hat man da IMMER ein Francaise getragen? *grübel*

Nach diversem rumsurfen und rumgrübeln bin ich aber dann doch drauf gekommen, eine der Frisuren auf Alexas Seite zu kopieren. Zumindest versuch ich es. Und darin dann dekorativ ein Federgebilde mit ein bissl rotem Strauß zu befestigen.
Aber ich denk, ich werde das die Tage erst mal testen, ob ich das allein überhaupt ansehnlich hinbekomme. Vielleicht sogar für den Göttertanz.
Bleibt immer noch die Frage, was ich mit dem bunten Teil meiner Haare mach. Wieder schwarz färben mag ich nicht. Vielleicht bekomm ich sie annähernd weiß bis dahin. Oder ich färb sie rot, nicht pink. Verstecken geht ja auch schlecht. Hmpf.

Was das Makeup angeht werde ich das ganze wohl sehr sparsam halten. Grundierung und ein sehr helles Makeup, gut gepudert damit es hält, ein wenig Wimperntusche, Augenbrauen ein bissl nachziehen und ein bissl Rouge. Vielleicht noch die Lippen dezent rot geschminkt. Aber nur dezent und nicht zu krachig. Das Gesamtpaket soll ja ein rundes Bild ergeben.

An Schmuck werde ich wohl auch sehr sparsam sein, ich hab einfach nix wirklich passendes. Meine Granatohrringe mit den Zuchtperlchen und das kleine Kreuz dazu, mehr ist nicht drin. Obwohl genau das eventuell auch den Reiz dann ausmacht.

So weit mal meine Gedanken… aber ob das endgültig ist… ich hab ja noch ein bissl Zeit. ;)

Einmal quer durch die Republik bitte...

...das war das Motto unseres restlichen Urlaubs... ;)
Nachdem wir am Dienstag Rosa eingesackt hatten und über Naila und Bayreuth heimgefahren sind, machten wir uns - dusslig wie wir sind - am Freitag um vier Uhr morgens wieder auf um über Nürnberg nach Neustadt-Glewe zu fahren.

Neustadt-Glewe ist euch kein Begriff? Denkt euch nix, wars für mich bis letztes Jahr auch nicht. Dann hat mein Wiki wieder angefangen zu kämpfen und fuhr das erste mal dort hin. In NG findet alljährlich ein Burgfest statt, diese Jahr sogar zum 20. Mal. Anlässlich dieses Festes veranstalten einige Mitglieder der Einwic die größte Vollkontakt Linienschlacht Deutschlands. (Oder so ähnlich)
NG ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Ludwigslust. Von uns aus also grad mal dezente 830 km von unserem schönen Örtchen entfert.



Also hieß es am Donnerstag munter Autotetris spielen, wir wollten ja zu dritt mit einem Auto und dem ganzen Gepäck heil ankommen. War an sich gar keine so leichte Aufgabe, zumal wir ja bei der Rückfahrt noch einen Stop in Berlin geplant hatten um uns die Fashioning Fashion Ausstellung in Berlin anzugucken. Aber dazu gibbet einen extra Post.
Also weiter im Text, Stauraum bis ins letzte ausnutzen und Auto packen. Was auch hieß, das Beifahrer und der auf dem Rücksitz nur sehr wenig Platz zur Verfügung hatten. Aber es ging und wir kamen irgendwann um eins in NG an.

Von dem Burgfest gibts an sich nicht viel  zu berichten... ich hab ja nicht viel gemacht, ausser viel mit den anderen Mädels zu ratschen und über die "Shoppingmall" zu bummeln. Und versuchen ein paar Fotos zu machen...






Mein Männlein! <3
Ich muss immer jede Gelegenheit nutzen, sonst ist er doch so Fotoscheu. ;)

 Ich konnte dann auch nicht umhin, Sonjas wunderbares Fibelpaar zu knipsen. Die sind einfach zu genial. 




Einen Tag bekamen wir Besuch von der lieben Devils Tailor und ihrem Mann, die haben sich dann auch angeguckt wie die Männer sich in der Schlacht die Köppe einschlugen. Ganz so arg wars dann nicht, das ganze ging auf beiden Seiten ohne größere Blessuren ab.



Ich spielte bei drei von vier Schlachten ganz brav Support und hab den Jungs das Wasser nachgeschleppt und sie in den Pausen versorgt. Um dann während der Schlacht ständig am Zaun zu hängen und nur einen Gedanken im Sinn zu haben: "Ich will mitspielen" *narf*

Dafür hab ich jetzt ein paar Impressionen von der Schlacht...






































Bei unseren unzähligen Touren über den Markt hab ich dann noch ein paar hübsche Tonsachen bei Scolopendra erstanden - ich bin jetzt einen weiteren Kugeltopf, eine weitere Tattinger Kanne und zwei kleine Slawische Becher reicher - und noch diversen anderen Krams. Wie kleine Gläschen für hochprozentiges passend fürs 18. Jahrhundert, noch ein paar Meter Fischgratleinen (ich besitz ja kaum Stoff), Glasperlchen und so weiter...
Die Einkaufsmöglichkeiten für Hobbyisten sind dort einfach grandios. Ich hätt noch viel, viel mehr Euros ausgeben können. Unter anderem für wunderschöne Fibeln. Aber die passen eh ned zu meiner Darstellung. Aber schön waren sie trotzdem.
Frauen und Bling, ich weiß... *lach*
Und ein paar weitere Impressionen hab ich auch noch versucht einzufangen...





 


















































 Sonntag nach der letzten Schlacht haben wir dann fix unser Zelt abgebaut und uns auf den Weg nach Berlin ins Hostel gemacht.
Diesmal war Autotetris noch anspruchsvoller, wir mussten ja an das Gepäck für Berlin dran kommen. War aber auch zu schaffen und um neun saßen wir dann total dermatscht auf unseren Hostelbetten und sind in tiefen Schlaf gefallen.